Bedingungen für die Förderung

Folgende Bedingungen müssen für die Durchführung einer Maßnahme auf Grundlage von Wir bilden Deutsch=Land erfüllt werden.

 

 

Wie muss ein Bündnis gestaltet sein?

 

  • Ein lokales Bündnis für Bildung muss aus mindestens drei Bündnispartnern bestehen.
  • Die Bündnispartner müssen eine rechtlich verbindliche Kooperationsvereinbarung zur Anfertigung eines Bündnisses für Bildung abschließen (Download: Vorlage Kooperationsvereinbarung).
  • Ein Bündnispartner fungiert als Antragsteller. Der Antragsteller ist zugleich der Vertragspartner des BSFV und Verwalter der Fördermittel.

 

 

Wer kann einen Antrag stellen?

 

  • Der Antragsteller muss eine juristische Person sein.
  • Der Antrag wird von einem außerschulischen Träger gestellt. Schulen können keinen Antrag stellen. 

 

 

Wer kann ein Bündnispartner sein?

 

  • Bündnispartner sind juristische Personen. Privatpersonen können keine Bündnispartner sein
  • Bündnispartner sollen insbesondere Einrichtungen und Organisationen sein, die

            im Bereich der Kultur- und Jugendarbeit aktiv sind;

            über einen Zugang zu bildungsbenachteiligte junge Menschen verfügen;

            im Sozialraum der Kinder und Jugendlichen verwurzelt sind.

 

 

Wer ist die Zielgruppe?

 

  • Die Maßnahme richtet sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche, u.a. junge Flüchtlinge, zwischen 6 - 18 Jahren.
  • Die Maßnahme wird im außerschulischen und im außerunterrichtlichen Bereich durchgeführt und ist für die Teilnehmenden freiwillig.
  • Die Teilnehmergruppe für eine Maßnahme darf maximal aus 15 Teilnehmenden bestehen.

 

 

 

Was heißt "bildungsbenachteiligt"?

 

Es lassen sich drei Risikolagen beschreiben, durch die die Bildungschancen der Kinder beeinträchtigt sein können. Diese Risikolage werden wir folgt definiert:

 

  • soziale Risikolage: wenn kein Elternteil erwerbstätig ist, d.h. beide Eltern bzw. der alleinerziehende Elternteil erwerbslos oder Nichterwerbspersonen sind;
  • bildungsferne Risikolage: wenn kein Elternteil über einen Abschluss der Sekundarstufe II oder höher verfügt;
  • finanzielle Risikolage: wenn das Familieneinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt.

 

Im Jahr 2008 wuchsen insgesamt 29% der 13,6 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einer Risikolage auf. (Quelle: Nationaler Bildungsbericht 2010)

 

 

Was heißt "außerschulisch" bzw. "außerunterrichtlich"?

 

  • Wichtig ist, dass die Teilnahme für die Kinder und Jugendliche freiwillig ist.
  • Die Freiwilligkeit ist gegeben, wenn die Wahl zwischen dem Kultur-macht-stark-Angebot und Freizeit oder einer frei gestalteten Pause besteht.

 

 

Was ist der Inhalt einer Maßnahme?

 

  • Im Zentrum der Maßnahme steht das Erkunden und Entdecken der Kultur in der eigenen Stadt/ Viertel/ Kiez mithilfe des Geocachings.
  • Dem Antragsteller wird ein GPS-fähiges Tablet mit der Geocaching-App BSFV Scout zur Verfügung gestellt
  • Es werden 7 Varianten der Maßnahmen angeboten (siehe Angebotskatalog Variante A - G).
  • In der Variante A erkunden und entdecken die Teilnehmer verschiedene Kulturwelten.
  • In den Varianten B, C, D, E, F und G wird das Erkunden und Entdecken einer der Kulturwelten vertieft und durch eine kreative Komponente erweitert. Die Teilnehmenden setzen ihre gemachten Erfahrungen in eigenen Kunstwerken um (z. B. Fotos, Bilder, Film, Collage).

 

 

Was kann in der Maßnahme gefördert werden?

 

  • Insgesamt wird eine Maßnahme mit durchschnittlich 5.405 Euro gefördert.
  • Förderfähig sind Ausgaben für mindestens. zwei Honorarkräfte (pädagogische Fachkraft/ maßnahmenbezogene Fachkraft) mit maximal 4.320 Euro. Je Zeitstunde werden mind. zwei Honorarkräfte beauftragt, die zusammen nicht mehr als 80 Euro pro Stunde verdienen dürfen. Werden für die Honorarkräfte die 80 Euro pro Stunde ausgereizt, können 54 Zeitstunden für die Begleitung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen veranschlagt werden.
  • Die Honorarkräfte werden mit der Betreuung und Begleitung der Kinder und Jugendliche beauftragt. Weitere Aufgaben sind die Vor- und Nachbereitung der Geocaching-Route. Dabei sollte die Vor- und Nachbereitung in einem ausgewogenen Verhältnis zur betreuten Zeit stehen, z. B. zwei Honorarkräfte zu je 40 Euro/ h, 48 h Betreuung und 6 h für die Vor- und Nachbereitung der Geocaching-Route.
  • Sachausgaben (Reiseausgaben, Eintrittsgelder, Nutzungsgebühren, Materialverwendung, Materialausgaben) bis ca. 635 Euro.
  • Ehrenamtliche Kräfte können mit einer Aufwandsentschädigung von maximal 450 Euro abgegolten werden.
  • Für die Koordination und Organisation der Maßnahme ist eine Verwaltungspauschale von 5% der Fördersumme vorgesehen.

 

 

Wie lange dauert eine Maßnahme?

 

  • Das hängt vom Stundensatz der eingesetzten Honorarkräfte ab.
  • Wenn die beiden Honorarkräfte 80 Euro/ h verdienen, können 54 Zeitstunden für die Begleitung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen veranschlagt werden (4.320 Euro : 80 Euro/h = 54 h).
  • Verdienen die beiden Honorarkräfte weniger als 80 Euro pro Stunde, stehen mehr  Stunden für die Betreuung und Begleitung der Teilnehmenden zur Verfügung, z. B. 72 Stunden, wenn die beiden Honorarkräfte jeweils 30 Euro/ h verdienen (4.320 Euro : 60 Euro/h = 72 h)

 

 

Was kann in der Maßnahme nicht gefördert werden?

 

  • Hauptamtliches Personal (z.B. der Bündnispartner) auf lokaler Ebene wird nicht finanziert.
  • Honorare für Verwaltung und Koordination der Maßnahme.
  • Es werden keine lokalen Strukturen gefördert.
  • Grundausstattung und Instandhaltung, hier liegt die Verantwortung beim lokalen Träger.
  • Projekttage oder Projektwochen von Schulen können nicht gefördert werden.

 

 

Was sind die Bedingungen an die Honorarkräfte?

 

  • Pro veranschlagter Zeitstunden müssen mind. zwei Honorarkräfte für die Anleitung der Kinder und Jugendlichen beauftragt werden.
  • Mind. eine der Fachkräfte hat eine pädagogische Ausbildung oder hat eine solche begonnen (Erzieherausbildung, Pädagogik- oder Lehramtsstudium oder ein vergleichbare Ausbildung)
  • Eine der Fachkräfte bringt die notwendige maßnahmenbezogene Expertise für die jeweilige Kulturwelt ein (z.B. Kulturwelt Musik, Künstler).
  • Die beauftragten Honorarkräfte verdienen zusammen nicht mehr als 80 Euro/h.
  • Das Bündnis hat die notwendige Qualifikation der Honorarkräfte sicherzustellen.
  • Die Honorarkräfte müssen dem Bündnisverantwortlichen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
  • Dem Antragsteller wird mit dem Zuwendungsvertrag ein verpflichtendes Muster für den Honorarvertrag beigelegt (Download: Vorlage Honorarvertrag). 

 

 

Können auch mehr als zwei Honorarkräfte eingesetzt werden?

 

  • Ja, wenn es im Sinne der Maßnahme ist. Nur ist dann zu beachten, dass die 80 Euro/ h auf drei Honorarkräfte aufgeteilt werden (z.B. zwei Honorarkräfte bekommen 30 Euro/ h; eine Honorarkraft bekommt 20 Euro/h)

 

 

Wo kann ich den Antrag stellen?

 

  • Die Antragsstellung erfolgt zentral über die Förderdatenbank des BMBF.
  • Die Förderdatenbank des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" erreichen Sie über folgenden Link: https://foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de
  • Das Projektbüro prüft den Antrag zuerst formal. Die endgültige Auswahl erfolgt über eine Jury aus Fachleuten.

 

 

Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?

 

 

 

Welche Unterlagen brauche ich für den Zuwendungsvertrag?

 

  • Veranstaltungsplan basierend auf dem Zeitplan für den Antrag.
  • Gesamtfinanzierungsplan basierend auf der Vorabkalkulation für den Antrag.
  • Nachweis über die Haftpflichtversicherung inklusive Vermögensschadendeckung des Letztzuwendungsempfängers.
  • Spätestens einen Monat nach Beginn der Maßnahme an das Projektbüro senden: Bestätigung über das Vorliegen der Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten zur Teilnahme an der Maßnahme und Veröffentlichung von Fotos, Videos und ähnlichem (Download: Vorlage Einverständniserklärung).

 

 

Warum wird u.a. eine Einverständniserklärung für die Veröffentlichung von Fotos usw. gebraucht? 

 

Mit der Veröffentlichung von Fotos, Videos und ähnlichem wird in die Persönlichkeitsrechte des Teilnehmers eingegriffen. Hierzu muss eine entsprechende Einwilligung vorliegen. Da die Projektteilnehmer minderjährig sind, ist eine entsprechende Erklärung des/der Erziehungsberechtigten notwendig. Sie müssen zustimmen, dass Fotos und Videos ihres Kindes im Rahmen des Projektes veröffentlicht werden dürfen. Liegt eine Einwilligung nicht vor, so muss im Projekt darauf geachtet werden, dass die Teilnehmerin/der Teilnehmer auf veröffentlichten Fotos oder Videos nicht zu sehen ist (Download: Vorlage Einverständniserklärung).