KulturEssen = Schätze verschiedener Esskulturen heben

Inhalt


Die Kinder und Jugendlichen erforschen in verschiedenen Missionen, woher ihre Nahrungsmittel kommen. Hierfür suchen sie im Rahmen einer Educaching-Route verschiedene Orte als Stationen auf, an denen die Lebensmittelherstellung und -bereitstellung sichtbar wird (z.B. Bauernhof, Bäckerei, Metzgerei, Supermarkt). An den Stationen müssen die TeilnehmerInnen mithilfe der APP BSFV Scout verschieden Aufgaben erfüllen. Dies ermöglicht den Kindern und Jugendlichen auch einen Blick hinter die Kulissen der Lebensmittelherstellung. Das Erlebte wird in einem gemeinsamen Workshop reflektiert und diskutiert. Bspw. wird ihnen anhand ihres Lieblingsessens aufgezeigt, wie viele Stufen die Herstellung umfasst.


Daran schließt eine Mission an, in der die TeilnehmerInnen unterschiedliche Esskulturen entdecken. Als Stationen werden Orte aufgesucht, die für eine bestimmte Kultur stehen, z.B. türkischer Markt. Mithilfe der APP BSFV Scout müssen die TeilnehmerInnen unterschiedliche Aufgaben an den Stationen lösen. Hier ist es auch denkbar, dass ausgewählte Familien der TeilnehmerInnen besucht werden und von ihrer Esskultur berichten.


In einem anschließenden Workshop setzen sich die TeilnehmerInnen mit den verschiedenen Esskulturen, auch in ihrer Familie, auseinander. Im Rahmen des Workshops bringen die Kinder und Jugendliche auch ihre Vorstellungen einer Esskultur ein. Das Thema Esskultur kann auch ganz nach Knigge interpretiert werden. In einer Mission suchen die TeilnehmerInnen Orte auf, und werden aufgefordert die jeweilige Tischkultur zu dokumentieren (z.B. Texte schreiben). Daran anschließend reflektieren die Kinder und Jugendliche die verschieden Tischkulturen und übertragen die gemachte Lernerfahrung auf ein gemeinsames Essen.


In einer abschließenden Mission "Rezept" bekommen die TeilnehmerInnen über die APP BSFV Scout die Aufgaben gestellt, Nahrungsmittel für ein bestimmtes Rezept zu besorgen. Die TeilnehmerInnen suchen verschiedene Märkte auf, vergleichen und haben am Ende der Mission die Nahrungsmittel für das Rezept zusammen.


Die TeilnehmerInnen kochen zusammen gemäß dem Rezept und bereiten ein gemeinsames Essen vor. Dabei ist es möglich die Eltern zu dem Abschlussessen einzuladen. Die Mission "Rezept" mit anschließenden Essen kann im Rahmen der Maßnahme auch zweimal durchgeführt werden. Zur Abschlussdoku-mentation kann auch ein virtuelles Kochbuch angefertigt werden, das eigene Bilder von den Gerichten enthält, oder eine Verkostung an einer Schule oder anderen Einrichtung organisiert werden. Die gemachten Erfahrungen werden anderen Kindern und Jugendlichen präsentiert. Dabei ist es auch denkbar, dass ein Esskulturführer durch die Stadt (auch als Educaching-Route) oder eine Abschlussveranstaltung "Woher kommt mein Lieblingsessen?" usw. geplant wird.

 


Format


Die Maßnahme kann wöchentlich oder kompakt als Ferienangebot durchgeführt werden. Maximal kann die Variante B 54 Zeitstunden umfassen. An der Maßnahme können maximal 15 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


Die TeilnehmerInnen treffen sich zu einer Einführung zum Thema Geocaching und das Thema Esskultur. Darauf folgend absolvieren die Kinder und Jugendlichen verschiedene Missionen. Die Missionen bestehen aus aufeinander folgende Stationen. Bei einem wöchentlichen Angebot ist für eine Mission ein Nachmittag á 3 h einzuplanen. In einem Kompaktangebot kann eine Mission auch mehr Zeitstunden umfassen. Zwischen den einzelnen Missionen sollte genügend Zeit vorgesehen sein, um das Erlebte mit den TeilnehmerInnen zusammen zu reflektieren und zu diskutieren. Die Vertiefung kann auch einen ganzen Nachmittag umfassen.


Für die Workshops bspw. zum Kochen sollte auch ein Nachmittag bzw. ein Tag im Kompaktangebot eingeplant werden. Die Maßnahme schließt mit einer Abschlussveranstaltung ab.


Zum Abschluss sollte ein gemeinsames Erleben des Themas Esskultur stehen, z.B. durch Kochen oder eine Verkostung. Auch sollte das Erlebte dokumentiert werden z.B. durch ein virtuelles Kochbuch, das eigene Bilder von den Gerichten enthält, ein Esskulturführer durch die Stadt oder eine Abschlussveranstaltung "Woher kommt mein Lieblingsessen?" usw.


Die Kinder und Jugendlichen werden von einer pädagogischen und einer maßnahmenbezogenen Fachkraft begleitet. Die pädagogische Fachkraft unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Schatzsuche und bei der Vor- und Nachbereitung des Erlebten. An den Stationen ist die Einbindung von ehrenamtlich tätigen Personen möglich. Die maßnahmenbezogene Fachkraft unterstützt die Kinder und Jugendlichen beim Erleben der Esskultur. Sie erklärt Zusammenhänge und unterstützt die TeilnehmerInnen beim Kochen der eigenen Gerichte.

 


Empfohlene Altersgruppe


6 - 14 Jahre

 


Ziele


Angeleitet durch die Leitfragen "Was essen wir? Woher kommt mein Essen?" entdecken und erkunden die Kinder und Jugendlichen die Esskultur in ihrem Sozialraum (Dorf, Stadtteil, Milieu) und tragen angeleitet durch die Frage "Was will ich essen?" über das Kochen selbst zur Esskultur bei.

 

  • Wahrnehmung der Esskultur in ihrer Differenziertheit
  • Vertiefende Darstellung der Vielfalt der Esskultur gegenüber den Kindern und Jugendlichen
  • Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema Esskultur
  • Förderung von Fähigkeiten praktische Aufgaben in der Gruppe zu lösen
  • Vertiefung medienpraktischer Fähigkeiten
  • Kompetenzgewinn in Bereich Nahrung
  • Erkennen von Zusammenhängen zwischen Produktion und Konsum

 

 

Pädagogisches Konzept


Ganz im Sinne der Erlebnispädagogik ist die Maßnahme für die Kinder und Jugendliche ein "Erlebnis". Sie erfahren die Kulturwelt und ihre Umgebung persönlich und erarbeiten an den Orten eigene und direkte Lernerfahrungen. Gleichzeitig agieren sie beim Erkunden ihrer Umgebung und Lösen der Missionen als Teil einer Gruppe, so dass auch soziale Kompetenzen gefördert werden. Gemeinsam, unter Anleitung der Fachkräfte wird das Erlebte reflektiert und diskutiert. Neue Perspektiven entstehen mit Bezug zum Thema Esskultur, die eigene Situation und das Leben in ihrem Sozialraum.

 

 

Zuwendungsfähige Ausgaben


Jede Maßnahme wird bei 54 Zeitstunden mit durchschnittlich 5.105 EUR Fördersumme vorkalkuliert.


Die Ausgaben für die Honorarkräfte können bei 54 Zeitstunden max. 4.320 EUR betragen.
z.B. Honorar für pädagogische Fachkraft 40 EUR/h x 54 h
       Honorar für maßnahmenbezogene Fachkraft 40 EUR/h x 54 h


Ehrenamtliche Aufwandsentschädigung Max. 20 h x 7,50 EUR/h = 150 EUR, z.B. für die Begleitung oder Anleitung der Kinder und Jugendlichen vor Ort.

 

Die Sachausgaben sind mit durchschnittlich 635 EUR als Fördersumme vorkalkuliert (Reiseausgaben, Materialausgaben für die Dokumentation, Materialverwendung für das Projekt z.B. Lebensmittel, Eintrittsgelder, Nutzungsgebühr bspw. für Räume).


Verwaltungspauschale (5% der Fördersumme) für die Koordinierung des Bündnisses und Verwaltung des Projektes. Bei 5.105 EUR sind es zusätzlich 255,25 EUR.