Die Kunst ist der Schatz

Inhalt


Die Kinder und Jugendlichen suchen in den Missionen in ihrer Umgebung verschiedene Orte auf, an denen Kunst erlebbar wird. Die Orte können Kunstwerke oder Bauwerke sein. An diesen Stationen müssen die TeilnehmerInnen verschiedene Aufgaben mithilfe der App BSFV Scout lösen. Im Idealfall ist das Thema einer Mission, Kunstschaffende bei ihrer Arbeit zu erleben. Die TeilnehmerInnen werden dann zu einer Kunstwerkstatt oder einem Künstler geführt, der den TeilnehmerInnen Kunst erklärt, aufzeigt usw. Die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist dann, mithilfe der App BSFV Scout Aufnahmen und Interviews zu führen. Diese sollten zu einer Reportage zusammengetragen werden.


Aufbauend auf den Erfahrungen werden die Kinder und Jugendliche angehalten, eigene Kunst herzustellen. Sie werden erneut in einer Mission zu verschiedenen Orten geführt, nur ist jetzt ihre Aufgabe, diese künstlerisch in Wert zu setzen, z.B. durch das Anfertigen von Fotos, (die auch später gemalt werden oder als T-Shirt-Motiv gedruckt werden), Dreh von Videos. Die Orte können dabei auch Orte sein, die aus der Sicht der TeilnehmerInnen für Kunst stehen.


Die angefertigten Werke können in einer Abschlussveranstaltung präsentiert oder in einem Buch zusammengefasst werden. Auch ist es denkbar, dass die TeilnehmerInnen die künstlerisch aufgewerteten Orte als eine Mission für andere Kinder und Jugendliche anlegen. Die GPS Koordinaten werden mit den Bildern der TeilnehmerInnen hinterlegt und werden für andere sichtbar, wenn Sie die Mission durchlaufen.

 


Format


Die Maßnahme kann wöchentlich oder kompakt als Ferienangebot durchgeführt werden. Maximal kann die Variante D 54 Zeitstunden umfassen. An der Maßnahme dürfen maximal 15 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


Die TeilnehmerInnen treffen sich zu einer Einführung zum Thema Geocaching und zum Thema Kunst. Darauf folgend absolvieren die Kinder und Jugendliche verschiedene Missionen. Die Missionen bestehen aus aufeinander folgende Stationen, die zusammen eine GPS-Route ergeben. Bei einem wöchentlichen Angebot ist für eine Mission ein Nachmittag á 3 h einzuplanen. In einem Kompaktangebot kann eine Mission auch mehr Zeitstunden umfassen. Zwischen den einzelnen Missionen sollte genügend Zeit vorgesehen sein, um das Erlebte mit den TeilnehmerInnen zusammen zu reflektieren und zu diskutieren. Solch eine Vertiefungseinheit kann auch einen ganzen Nachmittag dauern.


Für die Reportage sollte je nach Umfang ein Nachmittag bzw. ein Tag im Kompaktangebot eingeplant werden. Das gleiche gilt für die Workshops zum Anfertigen der eigenen Kunst. Das Ergebnis kann eine Fotoreportage sein oder eine Serie von gemalten Bildern. Die Kunstwerke können wiederum mit den Orten verlinkt werden, die als Motiv gedient haben, und zu einer GPS-Route zusammengefasst werden. So wird eine Mission angelegt, die von anderen Kindern und Jugendlichen durchlaufen werden kann. Dafür sollte dann auch ein Nachmittag eingeplant werden. Die Maßnahme schließt mit einer Abschlussveranstaltung ab auf denen entweder die Werke präsentiert werden oder die selbst erstellte GPS-Route vorgestellt wird.

 

Die Kinder und Jugendlichen werden von einer pädagogischen und einer maßnahmenbezogenen Fachkraft begleitet. Die pädagogische Fachkraft unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Schatzsuche und bei der Vor- und Nachbereitung des Erlebten. An den Stationen ist die Einbindung von ehrenamtlich tätigen Personen möglich. Die maßnahmenbezogene Fachkraft unterstützt die Kinder beim Erleben der Kunst. Sie erklärt Zusammenhänge und hilft den TeilnehmerInnen beim Erstellen der eigenen Kunstwerke.

 


Empfohlene Altersgruppe

6 - 18 Jahre

 

 

Ziele


Angeleitet durch die Leitfragen "Wo ist Kunst in unserer Umgebung? Woher kommt die Kunst? Was ist Kunst für mich?" entdecken und erkunden die Kinder und Jugendlichen die Kunst in ihrem Sozialraum (Dorf, Stadtteil, Milieu) und tragen über das Anfertigen von eigenen Werken zur Kunst bei.

 

  • Wahrnehmung von Kunst in ihrer Differenziertheit
  • Vertiefende Darstellung der Vielfalt von Kunst gegenüber den Kindern und Jugendlichen
  • Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst
  • Förderung von Fähigkeiten praktische Aufgaben in der Gruppe zu lösen
  • Vertiefung medienpraktischer Fähigkeiten
  • Kompetenzgewinn in Bereich Kunst
  • Kennenlernen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen, Methoden und Strategien
  • Erkennen von Zusammenhängen zwischen der Rezeption und Herstellung von Kunst

 

 

Pädagogisches Konzept


Ganz im Sinne der Erlebnispädagogik ist die Maßnahme für die Kinder und Jugendliche ein "Erlebnis". Sie erfahren die Kunst in ihrer Umgebung persönlich und erarbeiten an den Orten eigene und direkte Lernerfahrungen. Gleichzeitig agieren sie beim Erkunden ihrer Umgebung und Lösen der Missionen als Teil einer Gruppe, so dass auch soziale Kompetenzen gefördert werden. Gemeinsam, unter Anleitung der Fachkräfte wird das Erlebte reflektiert und diskutiert. Neue Perspektiven entstehen mit Bezug auf die eigene Situation und das Leben in ihrem Sozialraum. Durch die Anfertigung eines Beitrages werden sie aktiver Teil der Kunstwelt und lernen, ihren eigenen Sozialraum aktiv zu gestalten.

 


Zuwendungsfähige Ausgaben

Jede Maßnahme wird bei 54 Zeitstunden mit durchschnittlich 5.105 EUR Fördersumme vorkalkuliert.


Die Ausgaben für die Honorarkräfte können bei 54 Zeitstunden max. 4.320 EUR betragen.
z.B. Honorar für pädagogische Fachkraft 40 EUR/h x 54 h
       Honorar für maßnahmenbezogene Fachkraft 40 EUR/h x 54 h

Ehrenamtliche Aufwandsentschädigung Max. 20 h x 7,50 EUR = 150 EUR, z.B. für die Begleitung oder Anleitung der Kinder und Jugendlichen vor Ort.


Die Sachausgaben sind mit durchschnittlich 635 EUR als Fördersumme kalkuliert (Reiseausgaben, Materialausgaben für die Dokumentation, Materialverwendung für das Projekt z.B. Malutensilien, Eintrittsgelder, Nutzungsgebühr bspw. für Räume).


Verwaltungspauschale (5% der Fördersumme) für die Koordinierung des Bündnisses und Verwaltung des Projektes. Bei 5.105 EUR sind es zusätzlich 255,25 EUR.