Kulturwelt=Ich. Schätze legen für die Zukunft

Inhalt


Die Kinder und Jugendlichen suchen in Form einer Educaching-Schatzsuche in verschiedenen Missionen in ihrer Umgebung Orte auf, an denen sie erfahren, wie früher das Leben in der Natur- und Kulturlandschaft ihrer Umgebung war. Mithilfe der APP Scout BSFV müssen sie an den Orten Aufgaben lösen. Dabei soll auf regionale Bezüge, aber auch auf Hintergrundgeschichten eingegangen werden.
In einer weiteren Mission erkunden die TeilnehmerInnen Orte an denen Natur- und Kulturlandschaft erlebbar sind. Dort müssen sie zusammen Aufgaben lösen, die Ihnen mithilfe der APP Scout BSFV vorgegeben werden (z.B. Aufgaben bezüglich eines Ökosystems).


Die nächste Mission ist wie eine Reportage angelegt. Mithilfe der APP Scout BSFV dokumentieren sie bestimmte Orte und interviewen Zeitzeugen, die über das vergangene Leben in der Natur- und Kulturlandschaft Auskunft geben können. Es wird sichtbar, welchem Wandel der Sozialraum der TeilnehmerInnen unterliegt.
In einer nächsten Mission legen die TeilnehmerInnen selber eine Karte mit den Orten an, in denen sie gerne die Zeit verbringen. Das Ergebnis ist eine eigene Educaching-Tour durch die Lieblingsorte der TeilnehmerInnen. Zusammen durchlaufen sie die Route und erleben ihre Umgebung aus der Perspektive der anderen Gruppenmitglieder.


Anschließend erarbeiten die TeilnehmerInnen im Rahmen eines Workshops, wie die aufgesuchten Orte einer Natur- und Kulturlandschaft in der Zukunft gestaltet sein könnten. Die Orte können als Collage, als Foto oder Film aufbereitet werden (z.B. fiktiver Tagebucheintrag, Fotomontage, inszenierter Zeitungsartikel, Filmbeitrag Meine Stadt in 10 Jahren usw.) und wiederum zu einer Educache-Route zusammengefasst werden. Zum Abschluss präsentieren sie das Erlebte in seinem zeitlichen Zusammenhang. Die aufgesuchten Orte werden in Collagen, Fotobüchern oder Videos in Bezug gesetzt, wie sie einmal waren, jetzt sind und die TeilnehmerInnen sich wünschen, wie sie in Zukunft sein sollen.

 


Format


Maximal kann die Variante E 54 Zeitstunden umfassen. An der Maßnahme dürfen maximal 15 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


Die TeilnehmerInnen treffen sich zu einer Einführung zum Thema Geocaching und das Thema Natur- und Kulturlandschaft im Wandel. Darauf folgend absolvieren die Kinder und Jugendliche verschiedene Missionen. Die Missionen bestehen aus aufeinander folgende Stationen, die zusammen eine GPS-Route ergeben. Bei einem wöchentlichen Angebot ist für eine Mission ein Nachmittag á 3 h einzuplanen. In einem Kompaktangebot kann eine Mission auch mehr Zeitstunden umfassen. Zwischen den einzelnen Missionen sollte genügend Zeit vorgesehen sein, um das Erlebte mit den TeilnehmerInnen zusammen zu reflektieren und zu diskutieren. Solch eine Vertiefungseinheit kann auch einen ganzen Nachmittag dauern.


Für die Reportage sollte je nach Umfang ein Nachmittag bzw. im Kompaktangebot ein Tag eingeplant werden. Das gleiche gilt für die Workshops zum Anfertigen der eigenen Karte oder der Dokumente für die Abschlussveranstaltung. Das Ergebnis kann eine Fotoreportage sein oder eine Ausstellung von Bildern. Diese wiederum können für weitere Kinder und Jugendliche als eine Mission angelegt werden. Dafür sollte dann auch ein Nachmittag eingeplant werden. Die Maßnahme schließt mit einer Abschlussveranstaltung ab auf denen die aufgesuchten Orte im Wandel der Zeit präsentiert werden und/oder die selbst erstellte GPS-Route vorgestellt wird.


Die Kinder und Jugendlichen werden von einer pädagogischen und einer maßnahmenbezogenen Fachkraft begleitet. Die pädagogische Fachkraft unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Schatzsuche und bei der Vor- und Nachbereitung des Erlebten. An den Stationen ist die Einbindung von ehrenamtlich tätigen Personen möglich. Die maßnahmenbezogene Fachkraft unterstützt die Kinder und Jugendliche beim Erleben der Orte im Fluss der Zeit. Sie erklärt Zusammenhänge und hilft den TeilnehmerInnen beim Erstellen der eigenen Beiträge.

 


Empfohlene Altersgruppe


12 - 18 Jahre

 


Ziele


Angeleitet durch die Leitfragen "Wie war das Leben in der Vergangenheit in meiner Umgebung? Wo erlebe ich Natur und Kulturlandschaft am liebsten?" entdecken und erkunden die Kinder und Jugendlichen ihren Sozialraum (Dorf, Stadtteil, Milieu) und setzen sich aktiv, angeleitet durch die Frage "Wie soll in der Zukunft die Natur- und Kulturlandschaft aussehen?" mit der zukünftigen Entwicklung ihres Sozialraums auseinander.

 

  • Wahrnehmung von Natur- und Kulturlandschaft in ihrer Differenziertheit
  • Vertiefende Darstellung der Vielfalt von Landschaften gegenüber den Kindern und Jugendlichen
  • Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema Natur- und Kulturlandschaft
  • Förderung von Fähigkeiten praktische Aufgaben in der Gruppe zu lösen
  • Vertiefung medienpraktischer Fähigkeiten
  • Teilhabe 2.0
  • Kompetenzgewinn in Bereich Natur- und Kulturlandschaft
  • Kennenlernen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen, Methoden und Strategien zum Darstellen der eigenen Vorstellungen mit Blick auf die Zukunft
  • Erkennen von Zusammenhängen beim zeitlichen Wandel in der Landschaft.

 

 

Pädagogisches Konzept


Ganz im Sinne der Erlebnispädagogik ist die Maßnahme für die Kinder und Jugendliche ein "Erlebnis". Sie erfahren ihre Umgebung als Teil einer Natur- und Kulturlandschaft persönlich und erarbeiten an den Orten eigene und direkte Lernerfahrungen. Gleichzeitig agieren sie beim Erkunden ihrer Umgebung und Lösen der Missionen als Teil einer Gruppe, so dass auch soziale Kompetenzen gefördert werden. Gemeinsam, unter Anleitung der Fachkräfte wird das Erlebte reflektiert und diskutiert. Neue Perspektiven entstehen mit Bezug auf die eigene Situation und das Leben in ihrem Sozialraum. Durch die Anfertigung eines Beitrages entwickeln sie aktiv eigene Vorstellung für ihre Zukunft und wie ihr Sozialraum zukünftig gestaltet werden soll.

 

 

Zuwendungsfähige Ausgaben


Jede Maßnahme wird bei 54 Zeitstunden mit durchschnittlich 5.105 EUR Fördersumme vorkalkuliert.


Die Ausgaben für die Honorarkräfte können bei 54 Zeitstunden max. 4.320 EUR betragen.
z.B. Honorar für pädagogische Fachkraft 40 EUR/h x 54 h
      Honorar für maßnahmenbezogene Fachkraft 40 EUR/h x 54 h


Ehrenamtliche Aufwandsentschädigung
Max. 20 h x 7,50 EUR/h = 150 EUR, z.B. für die Begleitung oder Anleitung der Kinder und Jugendlichen vor Ort.

 

Die Sachausgaben sind mit durchschnittlich 635 EUR als Fördersumme kalkuliert (Reiseausgaben, Materialausgaben für die Dokumentation, Materialverwendung für das Projekt, Eintrittsgelder, Nutzungsgebühr bspw. für Räume).


Verwaltungspauschale (5% der Fördersumme) für die Koordinierung des Bündnisses und Verwaltung des Projektes. Bei 5.105 EUR sind es zusätzlich 255,25 EUR.