Arbeitswelten entdecken = Mein Weg ist der Schatz

Inhalt


Am Anfang suchen die TeilnehmerInnen in verschiedenen Missionen in ihrer Umgebung professionelle Arbeitsorte/ Unternehmen auf, die typisch für einen Beruf bzw. Berufsgruppe sind (z.B. Polizeistation). Mithilfe der App Scout BSFV werden den TeilnehmerInnen an den Stationen Aufgaben gestellt. Sie erkunden und erfahren ihre Umgebung als Teil der Arbeitswelt bzw. lernen verschiedene Ausbildungswege kennen. Sie erleben die Arbeitsorte aus dem Blickwinkel verschiedener Berufsgruppen und bekommen Hintergrundinformationen zu den Arbeitsorten bereitgestellt.


Während zuerst das Erkunden und Entdecken verschiedener Berufswelten im Vordergrund steht, schließt daran eine Mission (bzw. Missionen) an, die wie eine Reportage gestaltet wird. Die Jugendlichen suchen nacheinander Arbeitsorte/ Unternehmen/Ausbildungsstätten auf und interviewen Personen vor Ort über ihren Beruf bzw. wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind bzw. welche Karriere sie durchlaufen haben und fertigen mit dem Tablet Bilder an. In darauf folgenden Vertiefungsworkshops fassen sie die Dokumente zu einer Reportage bzw. einer Zeitschrift zusammen.


An die Erkundungsgänge und Reportage schließt ein Workshop an, in dem die Jugendliche ausgehend von ihrem Berufswunsch fiktive Zukunftsvisionen entwickeln (z.B. Zeitungsartikel über sich in der Zukunft, Bewerbung für den Traumberuf, Fotoreportage über sich im angestrebten Beruf, ein Interview mit sich im Beruf, ein Podcast? 15 Interviews zum Thema Berufswahl). Die kreativen Beiträge zu den genannten Traumberufen werden mit den möglichen Arbeitsorten in der Umgebung verlinkt und zu einer GPS-Route zusammengeführt, die für andere Jugendliche zum Erleben offen steht.

 


Format


Die Maßnahme kann wöchentlich oder kompakt als Ferienangebot durchgeführt werden. Maximal kann die Maßnahme F 54 Zeitstunden umfassen.


Zuerst werden die TeilnehmerInnen in einer Nachmittagsveranstaltung in das Educaching und das Thema Arbeitswelt eingeführt. In der Einführung lernen sie das Tablet und die APP zu bedienen und machen sich erste Gedanken über ihre eigenen Berufswünsche. Darauf folgend absolvieren die Jugendliche verschiedene Missionen. Die Missionen bestehen aus aufeinander folgende Stationen, die zusammen eine GPS-Route ergeben. Bei einem wöchentlichen Angebot ist für eine Mission ein Nachmittag á 3 h einzuplanen. In einem Kompaktangebot kann eine Mission auch mehr Zeitstunden umfassen. Zwischen den einzelnen Missionen sollte genügend Zeit vorgesehen sein, um das Erlebte mit den TeilnehmerInnen zusammen zu reflektieren und zu diskutieren. Solch eine Vertiefungseinheit kann auch einen ganzen Nachmittag dauern.


Für die Reportage sollte je nach Umfang mehrere Nachmittag bzw. im Kompaktangebot Tage eingeplant werden. Das gleiche gilt für die Workshops zum Anfertigen der fiktiven Karrieren oder der Reportage. Das Ergebnis des Workshops soll auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert werden, auf der optional auch eine selbst erstellte GPS-Route vorgestellt werden kann.


Die Jugendlichen werden von einer pädagogischen und einer maßnahmenbezogenen Fachkraft begleitet. Die pädagogische Fachkraft unterstützt die Jugendlichen bei ihrer Schatzsuche und bei der Vor- und Nachbereitung des Erlebten. An den Stationen ist die Einbindung von ehrenamtlich tätigen Personen möglich. Die maßnahmenbezogene Fachkraft unterstützt die Jugendliche beim Anfertigen der Reportage und der fiktiven Zukunftsvisionen. Sie erklärt Zusammenhänge und hilft den TeilnehmerInnen beim Erstellen der eigenen Beiträge.

 


Empfohlene Altersgruppe


14 - 18 Jahre

 

 

Ziele


Angeleitet durch die Leitfragen "Wie gestaltet sich die Arbeitswelt in meiner Umgebung? Welche Karrieren gibt es?" entdecken und erkunden die Jugendlichen ihren Sozialraum (Dorf, Stadtteil, Milieu) und setzen sich aktiv, angeleitet durch die Frage "Wie stelle ich mir meine Berufskarriere vor?" mit ihrer eigenen zukünftigen Berufsentwicklung und Rolle in der Arbeitswelt auseinander.

 

  • Wahrnehmung von der Arbeitswelt und -kultur in ihrer Differenziertheit
  • Vertiefende Darstellung der Vielfalt von verschiedenen Berufen gegenüber den Jugendlichen
  • Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitswelt
  • Förderung von Fähigkeiten praktische Aufgaben in der Gruppe zu lösen
  • Vertiefung medienpraktischer Fähigkeiten
  • Kompetenzgewinn in Bereich Arbeitswelt
  • Kennenlernen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen, Methoden und Strategien zum Darstellen der eigenen Vorstellungen mit Blick auf die Zukunft
  • Erkennen von Zusammenhängen zwischen der Arbeitswelt und den eigenen beruflichen Vorstellungen.

 

 

Pädagogisches Konzept

 

Ganz im Sinne der Erlebnispädagogik ist die Maßnahme für die Jugendliche ein "Erlebnis". Sie erfahren ihre Umgebung als Teil einer Arbeitswelt persönlich und erarbeiten an den Orten eigene und direkte Lernerfahrungen. Gleichzeitig agieren sie beim Erkunden ihrer Umgebung und Lösen der Missionen als Teil einer Gruppe, so dass auch soziale Kompetenzen gefördert werden. Gemeinsam, unter Anleitung der Fachkräfte wird das Erlebte reflektiert und diskutiert. Neue Perspektiven entstehen mit Bezug auf die eigene Situation und das Leben in ihrem Sozialraum. Durch die Anfertigung eines Beitrages entwickeln sie aktiv eigene Vorstellung für ihre Zukunft.

 

 

Zuwendungsfähige Ausgaben

 

Jede Maßnahme wird bei 54 Zeitstunden mit durchschnittlich 5.105 EUR Fördersumme vorkalkuliert.


Die Ausgaben für die Honorarkräfte können bei 54 Zeitstunden max. 4.320 EUR betragen.
z.B. Honorar für pädagogische Fachkraft 40 EUR/h x 54 h
      Honorar für maßnahmenbezogene Fachkraft 40 EUR/h x 54 h

 

Ehrenamtliche Aufwandsentschädigung Max. 20 h x 7,50 EUR/h = 150 EUR, z.B. für die Begleitung oder Anleitung der Jugendlichen vor Ort.


Die Sachausgaben sind mit durchschnittlich 635 EUR als Fördersumme kalkuliert (Reiseausgaben, Materialausgaben für die Dokumentation, Materialverwendung für das Projekt, Eintrittsgelder, Nutzungsgebühr bspw. für Räume).


Verwaltungspauschale (5% der Fördersumme) für die Koordinierung des Bündnisses und Verwaltung des Projektes. Bei 5.105 EUR sind es zusätzlich 255,25 EUR.